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Letzter Verbandsliga Spieltag

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In der 9. und letzten Runde der Verbandsliga Süd stand heute das Heimspiel gegen Oberwinden an. Nachdem die Oberwindener uns am vergangenen Spieltag durch ihren Sieg gegen Dreisamtal vorzeitig zum Aufsteiger gemacht hatten, ging es in der kommenden Begegnung um nichts mehr. Wer aber auf eine schnelle, friedliche Punkteteilung spekuliert hatte, wurde eines besseren belehrt. Es wurde hart gekämpft mit einer Gesamtspieldauer von 5,5 Stunden.
Die siegreiche erste Mannschaft: hvl: Heinz Schaufelberger, Helmut Eichinger, Heinz Wirthenson, Norbert Friedrich; vvl: Mark Zichanowicz, Udo Düssel, Dennis Eschbach und Patrick Säring
Erste Mannschaft
hinten v.l.: Heinz Schaufelberger, Helmut Eidinger, Heinz Wirthenson, Norbert Friedrich
vorne v.l.: Mark Zichanowicz, Udo Düssel, Dennis Eschbach, Patrick Säring

Den Auftakt machte ich selbst mit einem grässlichen Fehler im siebten (!) Zug. Anstatt den offensichtlichen Theoriezug zu machen dachte ich überhaupt nicht nach und spielte einen Zug aus einer anderen Variante. Nachdem der Gegner mit dem Springer auf f7 schlagen konnte, verlor ich umgehend Haus und Hof in Form eines ganzen Turms. Eigentlich hätte ich im achten Zug aufgeben müssen. Ich schleppte die Partie schließlich noch bis zum 26. Zug, wobei ich zeitweise bis zu 2 Qualitäten und 2 Bauern im Minus war. Als schließlich alle gegnerischen Kräfte in den Kampf eingreifen konnten, war endgültig Schluss. Danach rauchten Heinz Schaufelberger, Heinz Wirthensohn und Norbert Friedrich die Friedenspfeife. Zwischenstand nach der Hälfte der Partien: 1,5 : 2,5 für Oberwinden. Ich beschloss, die Runde zu machen und mal zu schauen, wie der Rest so steht. Der erste Eindruck war recht erfreulich. Dennis Eschbach stand auf Sieg wegen eines eingeklemmten gegnerischen Turms, der sich langfristig hoffnungslos gegen einen Läufer tauschen muss. Mark Zichanowicz stand nach eigenen Angaben auf Sieg, verspielte jedoch seinen Vorteil und musste bzw. konnte sich gerade noch in ein ewiges Schach flüchten. Der Gegner von Dennis sah das Ende voraus und gab auf. Zwischenstand aktuell 3:3. Jetzt wurde es erst recht hart. Patrick Säring stand in einem Doppelturmendspiel mit einigen Bauern leicht besser, aber der Gegner drohte diverse Dauerschachs. Helmut Eidinger stand in einem sehr komplexen Endspiel mit seinen 2 Springern gegen das Läuferpaar bei einigen Bauern an beiden Flügeln schwierig. In diesen Endspielen ist aber immer alles möglich. So kam es natürlich auch. Das Turmendspiel von Patrick war nach einem Fehler des Gegners, der den Abtausch eines Turmpaares zuließ gewonnen. Nach einem Tempoverlust hätte der Oberwindener aber noch erheblichen Widerstand leisten können. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob es sogar zum Remis gereicht hätte, aber Patrick hätte noch einiges zeigen müssen. Doch der Gegner sah die Chance nicht und verlor danach klar. Damit stand es 4:3 für Waldshut-Tiengen und Helmut kämpfte um den Gesamtsieg. In seiner Partie sah es inzwischen recht gut aus. Nach ungenauen Zügen des Oberwindeners schwärmten Helmuts Springer aus und drohten an allen Ecken und Enden mit Springergabeln. Zu diesem Zeitpunkt dachte ich, das Remis wäre sicher, vielleicht sogar mehr möglich. Doch dann lief irgendwas schief. Die Springer kamen nach und nach auf Felder, wo sie nicht mehr nach Herzenslust umherhüpfen konnten und nachdem am Damenflügel ein weit entfernter Freibauer aus Oberwinden sich aufmachte, zur Dame zu werden, kam Helmut immer mehr in Schwierigkeiten. Trotz großem Kampfgeist und intensiver Suche nach einem Ausweg, musste er am Ende mit einer Gesamtspieldauer von 5,5 Stunden und über 60 Zügen die Segel streichen. Enstand Waldshut-Tiengen gegen Oberwinden: 4:4. Wenn jetzt noch einer sagt, wir hätten Remis geschoben, dann kriegt er was zu hören!

Damit ist es geschafft. Die Saison 2008/2009 in der Verbandsliga-Süd ist beendet und Waldshut-Tiengen mit 7 Siegen und 2 Unentschieden Meister. Wir haben also den sofortigen Wiederaufstieg in die Oberliga Baden geschafft und werden in der kommenden Saison wieder im badischen Oberhaus spielen. Ich gratuliere den sieben Spielern, welche die Stammmannschaft bildeten, als da wären: Heinz Wirthensohn, Dennis Eschbach, Norbert Friedrich, Heinz Schaufelberger, Udo Düssel, Patrick Säring und Helmut Eidinger. Herzlichen Dank auch an alle Ersatzspieler, die größtenteils überragende Ergebnisse ablieferten. Neben den starken Stammspielern war, ist und wird hoffentlich auch künftig die gute und tiefe Ersatzbank das große Plus unseres Vereins sein.

Udo Düssel
Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 05. Mai 2009 um 19:36 Uhr