SG Waldshut-Tiengen - Rastatt 5 : 3

Normal 0 21

In der 7. Runde der Verbandsliga Süd stand das Heimspiel gegen Rastatt an. Die Ausgangslage war klar; nur mit einem Sieg kann man die Tabellenführung behaupten und sicher aufsteigen. Mit Dennis Eschbach und Heinz Schaufelberger fehlten zwar zwei wichtige Leute, es sollte aber trotzdem gegen die schwachen Rastätter reichen. Schließlich waren wir an den ersten 7 Brettern die klar besseren Spieler. Es ging aber gar nicht gut los. Der sonst so zuverlässige Bruno Zülle ging nach misshandelter Eröffnung mit den weissen Steinen in „nullkommanix“ unter. Trotzdem war mit noch nicht bange, standen wir doch an den übrigen Brettern durchweg gut. Allerdings schleppte sich die Sache ganz schön lange hin, bis schließlich Norbert Strittmatter seine Traumstellung in der Aljechin-Verteidigung zum Sieg führte und wir damit ausglichen. Alexander Seitels Remisangebot wurde vom Gegner sogleich angenommen, was mich doch freute, denn die Stellung war alles andere als klar. Da wir an den verbliebenen 5 Brettern mindestens 3 Mal besser standen, war ich guter Dinge. Eine Zeit lang ging es dann nicht richtig vorwärts. Heinz Wirhensohns Stellung verbesserte sich ständig, aber Norbert Friedrich, Patrick Säring und Helmut Eidinger standen schon mal besser in ihren Partien. Dann setzte sich aber doch die höhere DWZ unseres Teams durch. Helmut Eidinger gewann seine Partie schlussendlich souverän, mein Gegner wickelte im 35. Zug in ein für ihn glatt verlorenes Springerendspiel ab und Heinz Wirthensohns Gegner vergas in total verlorener Stellung lediglich das rechtzeitige Aufgeben. Damit hatten wir 4,5 Punkte sicher und ich war erleichtert, denn die restlichen beiden Partien sahen nicht mehr sonderlich gut aus. Norbert Friedrich verlor schließlich in der Zeitnotphase eine Partie, in der er 4 Stunden lang besser stand, dann aber eine unglückliche Entscheidung traf und einen Bauern einbüßte. Patrick Säring konnte seine zwei Türme nicht Sieg bringend gegen die gegnerische Dame einsetzen, weil sein König immer einem drohenden Dauerschach ausgesetzt war. Logische Folge: Remis. Damit war der 5:3 Endstand unter Dach und Fach, wobei ich aufgrund der Rastatter Aufstellung zu Beginn eher ein 6,5 zu 1,5 erwartet hätte.

FAZIT: Wenn wir aufsteigen wollen, dann müssen wir uns in den letzten beiden Begegnungen wieder steigern oder wir fallen auf die Nase. Mit Lahr und Oberwinden kommen noch zwei direkte Verfolger und wir dürfen uns keinerlei Punktverlust erlauben.

Kurioses am Rande: Alle 6 entschiedenen Partien wurden zugunsten der schwarzen Steine entschieden. Also „BLACK IS OK!“

Viele Grüße

Udo Düssel

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