7.Verbandsrunde

Liebe Schachfreunde und Vereinskollegen,

Eine weitere Verbandsrunde geht zu Ende. Diesmal in Kürze das wichtigste, der drei Mannschaften, die spielten:

1.Mannschaft: Man spielte ersatzgeschwächt (ohne Dennis Kaczmarczyk) gegen die starken Gäste aus Walldorf lange Zeit recht solide. Bereits vor der Zeitkontrolle remisierte bereits Heinz Wirthensohn mit den schwarzen Steinen. Ebenso war die Partie von Norbert Friedrich nie gefährdet und ebenfalls relativ schnell ein Remis. Somit war der Auftakt schon einmal zufriedenstellend. Mark Zichanowicz stand nach eigenen Angaben gut, die Partie entwickelte sich aber für keinen in Richtung eines Sieges, sodass auch diese Remis endete. Helmut Eidinger kam mit den schwarzen Steinen sehr gut aus der Eröffnung und hätte bereits früh einen Bauern gewinnen können. Im weiteren Spielverlauf wäre es sogar möglich gewesen mit einem Freibauern auf der B-Linie Gewinnchancen herauszuspielen. Helmut wählte jedoch eine andere Fortsetzung, sodass auch diese Partie remis endete.

Als vorteilhaft eingeschätzt wurden die Partien von Udo Düssel, Norbert Strittmatter und Dennis Eschbach. Dennis hatte groß rochiert, sein Gegner klein. Jedoch muss er irgendwo etwas ungenau gespielt haben, sodass er in Zeitnot in eine relativ komplizierte Stellung geriet, in welcher er einen entscheidenden Fehler beging.
Udo Düssel hatte sich einen Mehrbauern herausgespielt, ebenso standen seine Figuren prächtig, hatte aber zwei verbundene Freibauern auf der A - und B - Linie gegen sich, die jedoch unerwarteterweise das Rennen gegen die gut positionierten Figuren Udos machen konnten. Er verlor leider. 
Norbert spielte sich einen guten Angriff heraus und hätte mit einem Turmopfer auf h7 in ein sehr vorteilhaftes Endspiel überleiten können. Stattdessen gab er die Dame für zwei Türme und setzte in der Folge ungenau fort, wodurch er seine Bauern am Damenflügel einbüßte und noch verlor. Georg Vogelbacher kam über 20 Minuten zu spät, da sein Auto noch aus einem Acker geborgen werden musste. In Zeitnot hätte er einen Bauern gewinnen können, verlor jedoch stattdessen eine Figur und anschließend auch die Partie.

2.Mannschaft: Die zweite musste leider etwas ersatzgeschwächt - es fehlten Siegfried Lossau und Thomas Kummle - gegen den Tabellenführer aus Heitersheim antreten. Bruno Zülle hatte die schwere Aufgabe gegen den nach 6 Runden noch ungeschlagenen Christoph Grunau antreten zu müssen, welche er souverän meisterte. In einer heißen Partie, die niemals an Spannung einbüßte, erkämpfte er sich ein bravouröses Remis in einer der am längsten gespielten Partien des Tages. Peter Zimmermann stellte sich der Mammutaufgabe an Brett 2 ebenfalls souverän. Nach eigenen Angaben spielte er auf Sieg, gab die Qualität für gutes Spiel, doch der Gegner verteidigte sich zäh und zwang Peter nach 5 Stunden dann leider doch zur Aufgabe. Konrad, der diesmal wieder mitspielen konnte, spielte gegen den 15-jährigen Julian Bös, welcher zuvor ganz überraschend die 6te Auflage der Wasserschloss Open in Inzlingen gewinnen konnte in einer für ihn typischen skandinavischen Partie, in welcher Konrad lange Zeit gut aufspielte und eine nicht einfach zu knackende Stellung erreichte. Als Konrad's Gegner auf Angriff spielte, ergaben sich Gegenchancen. In Zeitnot fand der Gegner nicht den optimalen Zug. Konrad hatte dadurch 3 Optionen: Remis durch Dauerschach, Bauern- und Springergewinn mit recht komplizierter Verteidigung, die ein Zurückopfern des Springers und Abspiel in ein eher remisiges Mehrbauernendspiel zur Folge gehabt hätten oder noch eine zweischneidige Falle zu stellen. Konrad entschied sich für das sofortige Remis.



Klaus Amann erspielte sich am 4.Brett gegen Leonard Wendering eine Stellung mit 4 Bauern und König gegen 4 Bauern und König, mit jeweils 2 Bauern an jedem Flügel. Eigentlich eine glasklare Remisstellung, doch irgendwo spielte Klaus ungenau und verlor leider unglücklich. Reinhard Wegelin meisterte sein erstes Saisonspiel in der Landesliga sehr gut, in einer spannenden Partie in welcher er erst beide Läufer für den Turm gab und schließlich nochmal einen Turm für einen starken Angriff gab. Die einzige Verteidigungsmöglichkeit des Gegners führte zu einer Stellungswiederholung. Werner erspielte sich in einer sizilianischen Partie zwei Mehrbauer und stand gut. Als es seinem Gegner gelang sich etwas zu entfalten und einen gefährlichen Freibauern in Richtung Brettende zu bewegen, gab Werner einen Bauern und die Qualität für Gegenspiel, was sich auszahlte. Der Bauer konnte gestoppt werden und das Endresultat war ein Remis. Meine Partie war nicht berichtenswert. Ich kam schlecht aus der Eröffnung und hätte bereits nach 10 Zügen aufgeben können. Mit einem Turm und drei Bauern weniger, erspielte ich mir zwar noch zwei verbundene Freibauern. Diese konnten aber leicht gestoppt werden.
Bessere Möglichkeiten hatte Wolfgang am 8.Brett, verpasste aber eine ideale Fortsetzung und lief geradewegs in eine taktische Kombination des Gegners. Somit Endstand: 2-6 für Heitersheim

3.Mannschaft: Unsere Dritte hatte Rheinfelden bei sich zu Gast. Die freundlichen Gäste waren sehr früh im Vereinsheim und halfen engagiert beim Aufbau der Bretter. Vielen Dank dafür. Ebenso fair verliefen die jeweiligen Partien. Fabian Merkel kämpfte hart am 8. Brett, musste sich am Ende jedoch der Figurenübermacht geschlagen geben. Stefan Albicker verlor unglücklich. Kämpferherz zeigte Thomas Bürger, der trotz einer Leichtfigur und zwei Bauern weniger tapfer kämpfte und sich einen Freibauern auf der A-Linie erspielte. Dieser konnte aber leider aufgehalten werden, sodass Thomas am Ende nicht für den großen Kampf belohnt werden konnte. Reinhard Freise gewann souverän. 
Als erstaunlich hartnäckig und ehrgeizig entpuppte sich mal wieder Herbert Hilpert, der seinen Gegner routiniert in die Mangel nahm und sich somit einen prächtigen Sieg erspielte. Ebenso große Gewinnchancen hatte Christian Feidel, welcher, nachdem er einen Turm fesselte und so eigentlich sicher die Qualität hatte, offenbar zu schüchtern fortsetzte, sodass es dem Gegner gelingen konnte daraus Profit zu schlagen. Er konnte nicht nur seinen Turm behalten, sondern Christian auch noch zur Aufgabe zwingen. Heinz Ebner gelang ein wichtiger Sieg, nachdem sein Gegner einen Bauern einstellte. Schade, war die Partie von Michael Henninger, der lange Zeit gut mitspielte, doch dann leider die Dame stehen ließ und aufgeben musste. Hier ist ein unglückliches 3:5 das Endergebnis.

Euer,

Jens